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Freie Demokraten diskutieren Nahverkehrsplan

Engagiert haben die Freien Demokraten mit den städtischen Fraktionen  und vielen Mitgliedern bei der VER in Ennepetal über den Diskussionsentwurf des Gutachters für einen neuen Nahverkehrsplan in einer Stark-vor-Ort Veranstaltung diskutiert. Grundsätzlich wurde hierbei begrüßt, dass der Gutachter konsequent auf der Grundlage der Fahrgastzählung und der Potentialbefragung die entsprechenden Vorschläge unterbreitet. Zu Beginn der Veranstaltung führte das Kreistagsmitglied Andre Menninger in die Veranstaltung mit einem Vortrag ein. Insbesondere stelle er den neuen Nahverkehrsplan für die neun Städte im Kreis vor. FDP Stark vor Ort

Die FDP konnte daher die Vorschläge zur Streichung von Linien mittragen, die die Kreisstandards deutlich unterschreiten. Dies gelte für einzelne Linien in Breckerfeld, Herdecke, der Elfringhauser Schweiz  oder Wetter. Auch eine Ausdünnung auf einen 60-Minuetentakt sei in einzelnen Fällen vertretbar. Es sei auch ökologisch nicht vertretbar, dass leere Busse weiter durch den Kreis fahren. Bei der Ausdünnung des Angebotes müsse jedoch darauf geachtet werden, dass dies auch wirtschaftlich sinnvoll und nicht zu unnötigen Standzeiten der Busse führe. Die Liberalen regen jedoch an, dass alternative Konzepte besser miteinander vernetzt werden. Dies betreffe beispielsweise die Verknüpfung mit  Angeboten im Individualverkehr. Hierfür müssten für E-Bikes Unterstellplätze oder für Autos Park/Ride Parkplätze angeboten werden. Statt den Bürger auf ein Anrufsammeltaxi zu verweisen, regen die Liberalen ein Taxibussystem an. Hier werde eine Linie nur bei einem entsprechenden Bedarf bedient. Hierfür müsse der Bürger nur anrufen.

Die Liberalen machten bei der Diskussion deutlich, dass gerade die demographische Entwicklung einer älterwerdenden Gesellschaft dazu zwinge, weiter auf einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr zu setzen. Die Liberalen begrüßen auch die Vorschläge des Gutachters für die neuen Angebote. Dies gilt insbesondere für den Schnellbusse. Menninger: „ Attraktive Schnellbusse können das Umsteigen vom Auto ermöglichen und so Potentiale heben.“ Dies gelte beispielsweise für die Takterhöhung der Schnellbuslinie in Sprockhövel, wie auch die Anbindung des neuen Bahnhofs in Schwelm.

FDP Stark vor OrtDie Mobilität wird gerade für jüngere Mitbürger durch eine Stärkung des Nachtverkehrs verbessert. Hierzu machen die Liberalen jedoch konkrete Vorschläge in Ennepetal, wie eine bessere Anbindung an den Bahnhof in Gevelsberg, statt eine direkte Verbindung nach Hagen. Die Liberalen schlagen auch vor, dass die einzige LVA-Klinik im Kreis in Königsfeld/Ennepetal an den Öffentlichen Nahverkehr angebunden werden muss. Die Liberalen lehnen jedoch auch Vorschläge ab, für die kein Bedarf erkennbar sei. Dies gelte beispielsweise für eine neue durchgehende Linie von Schwelm nach Radevormwald in den Oberbergischen Kreis.

Für Witten fordern die Liberalen eine bessere Einbindung des Kemnadersees in die Planungen. Wichtig sei hierbei deutlich mehr Transparenz bei den einzelnen Linien. Insgesamt sei jedoch der Vorschlag des Gutachters ein gelungenes Konzept für die weiteren Beratungen, so  abschließend Andre Menninger. Bei insgesamt weniger Wagenkilometern sei das Angebot trotzdem in vielen Punkten attraktiver ausgestaltet worden. Das lasse hoffe, dass der Bürger im Ennepe-Ruhr bei einem besseren Angebot letztendlich weniger bezahlen müsse. Der Kreisvorsitzende Michael Schwunk verwies darauf, dass es jeder Stadt vorbehalten bleibe, auf eigene Kosten die Linien weiter zu führen.