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FDP spricht über Sicherheit im Kreis

Freie Demokraten fordern mehr Priorität und personelle Verstärkung der Polizei

Großer Andrang herrschte bei der „Stark-vor-Ort“ Veranstaltung der FDP zum Thema Sicherheit. Über 40 Besucher waren in den Zweibrücker Hof nach Herdecke gekommen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Kreis und politische Lösungsvorschläge zu informieren.

Eingeladen hatte der Vorsitzende der Freien Demokraten im Kreis Michael Schwunk den innen- und sicherheitspolitischen Sprecher der FDP Landtagsfraktion Marc Lürbke, den Inhaber eines Sicherheitsunternehmens Marco Hanisch sowie Ronald Mayer, Mitglied im Polizeibeirat des Kreises.

Lürbke, der direkt aus der Sitzung des Untersuchungsausschusses zu den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln nach Herdecke kam, machte direkt zu Beginn deutlich, dass für ihn das Thema Sicherheit zu einer der zentralen staatlichen Aufgaben überhaupt gehört: „Es darf nicht vom Geldbeutel des einzelnen Bürgers abhängen, ob er sich sicher fühlen kann.“

Nordrhein-Westfalen müsse endlich bei der Polizeistärke und Präsenz vom Schlusslicht zum Vorreiter werden. Dazu müssten in den nächsten Jahren deutlich mehr Polizeibeamte ausgebildet und die Polizei gleichzeitig in die Lage versetzt werden, mehr Zeit für Streifenfahrten einzusetzen. Dies sei vor allem eine organisatorische Aufgabe. Man brauche eine schnell abrufbare Bereitschaftsreserve, Polizisten müssten von unnötiger Bürokratie und von Aufgaben entlastet werden, die auch andere übernehmen könnten, so z.B. die Begleitung von Schwertransporten. Und er sparte auch nicht mit Kritik an der Landesregierung: „Show-Veranstaltungen wie der Blitzer-Marathon verschlingen nur unnötige Überstunden und müssen sofort eingestellt werden.“

Ronald Mayer verwies darauf, dass gerade die Zahl der Wohnungseinbrüche im letzten Jahr im Kreisgebiet um 17 % gestiegen sei. Aufgrund dessen genieße der Wohnungseinbruch in der Priorität der polizeilichen Ermittlungsarbeit einen hohen Stellenwert und müsse weiter unterstützt werden. „Wir fordern daher, dass mehr Personal und neueste technische Hilfsmittel bereitgestellt werden.“ so Mayer. Zwar probiere die Kreispolizeibehörde neue Fahndungsmethoden aus, jedoch sei nach Ansicht der Liberalen kein nachhaltiges Sicherheitskonzept erkennbar. Das deutlich gestiegene Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, spiegelt sich nach Aussage von Marco Hanisch in dem erhöhten Bedarf an privaten Sicherheitsleistungen wider. Er berichtete, dass einige Anwohner aus Herdecke bereits einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt hätten, weil sie nach zahlreichen negativen Erfahrungen mittlerweile nicht mehr nur auf die Polizei vertrauten.

Zahlreiche Bürger schilderten anschließend ihre teilweise erschreckenden eigenen Erfahrungen mit der Kreispolizei. Mit diesen hätte man die örtliche Polizei gerne unmittelbar konfrontieren wollen, die habe ihr Kommen jedoch trotz Einladung abgelehnt, so Schwunk. „Sicher ist das kein Zeichen für Selbstbewusstsein.“ Er und Lürbke versprachen, die Beschwerden aufzunehmen und weiter das Gespräch mit der Polizeibehörde zu suchen.