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FDP im Ennepe-Ruhr-Kreis diskutiert über Digitalisierung in der Schule

Die Digitalisierung ist eine der größten Herausforderungen, denen wir uns aktuell stellen müssen, daran gibt es unter Politikern, Schülern, Eltern und Lehrern wenig Zweifel. Wie wir mit dieser Herausforderung – insbesondere an unseren Schulen – umgehen, dazu gibt es noch viel Gesprächsstoff. Beim Bildungskongress der FDP-Kreistagsfraktion im Ennepe-Ruhr-Kreis sollte genau darüber diskutiert und nach möglichen Lösungen gesucht werden.

Hafke

Marcel Hafke MdL

Den Anfang machte Marcel Hafke MdL, Sprecher der FDP-Landtagsfraktion für Familie, Kinder und Jugend sowie für Digitales und Gründungskultur, in einem Impulsreferat. Die Digitalisierung sorge für einen extremen Wandel in allen Lebensbereichen und gerade Deutschland müsse diesen als Chance begreifen, um sein Wohlstandsniveau langfristig halten zu können. Weltbeste Bildung sei dafür ein zentraler Faktor. Dafür brauche es nicht nur mehr Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch entsprechende Schulungen, die richtige Infrastruktur und natürlich die Umsetzung von Medienkonzepten, die den Ansprüchen der Digitalisierung gerecht werden. Um diese gewaltigen Aufgaben entsprechend zu bündeln, brachte Hafke ein Digitalministerium ins Spiel – eine wichtige Wahlkampfforderung der FDP.

Schüler

Bezirksschülervertreter Meyerhoff, Mümel, Neumann

Doch wie blicken die Schülerinnen und Schüler auf das Thema Digitalisierung? Die drei Bezirksschülervertreter Till Neumann, Moritz Meyerhoff und Marvin Mümel berichteten von zum Teil katastrophalen Zuständen an ihren Schulen, von völlig veralteter Software in den Computerräumen, zu vielen schweren Büchern und nicht genutzten Whiteboards in den Klassenräumen. Aus ihrer Sicht sei es von großer Bedeutung, die Lehrer entsprechend zu schulen, schließlich seien diese meist nicht mit digitalen Medien aufgewachsen und hätten immer noch eine gewisse Abneigung gegen Smartphone, Facebook und Co.

Einen tieferen Einblick in den Komplex Breitbandversorgung konnten anschließend Ulrich Schilling, Breitbandbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises, sowie Markus Kosch von der AVU liefern. Schilling betonte die Wichtigkeit von flächendeckendem Glasfaserausbau, sowohl für Haushalte, als auch für Unternehmen. Er plädierte zudem dafür, Anbieter von Infrastruktur und Dienstleistung, ähnlich wie beim Strommarkt, klar zu trennen. Nur so könne ein fairer Wettbewerb entstehen. Kosch hingegen betrachtete das Thema Glasfaserausbau aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Ähnlich wie bei der Verkehrsinfrastruktur sei hier ein politischer Willen nötig, da sich der Ausbau gerade in ländlichen Regionen oft nicht rechne.

Darüber waren sich schließlich am Ende alle einig: Die Digitalisierung braucht einen gesamtgesellschaftlichen Einsatz – und dazu braucht es wiederum ein politisches Konzept. Der Bildungskongress der FDP Ennepe-Ruhr konnte das Thema Digitalisierung in der Schule aus vier verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und so wichtige Denkanstöße geben – für die Politik, Unternehmer und natürlich die Schüler.